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Mein Name ist Sonja Berthold. Geboren bin ich am
10.09.1970 in der Nähe von Würzburg. Aufgrund einer spinalen
Muskelatrophie, sitze ich im Elektrorollstuhl. Meine Hobbys, sind
Performance, singen, Filme, Kunst und Comedy und vieles mehr. Gerne treffe
ich mich mit Freunden und genieße und liebe die Sonne, das Reisen und gutes
Essen. Ich besuchte eine Schule für Körper und mehrfach Behinderte Schüler
in Würzburg. Später absolvierte ich meine Prüfung zur Heilpraktikerin im
Bereich Psychotherapie und schloss eine vierjährige Ausbildung zur
Gestalttherapeutin für Kinder und Jugendliche an. Anschließend bekam ich
eine Arbeitsstelle bei WüSL-selbstbestimmt Leben Würzburg e.V. Dort war
ich hauptsächlich in der Beratung von Menschen mit Behinderung tätig.
Neben dieser Arbeit, machte ich einige Wochen Praktikum bei Wildwasser e.V.,
einem Verein, der Beratung und Begleitung für Mädchen und Frauen mit
sexualisierter Gewalterfahrung anbietet und stieg dann bei diesem Verein in
ein Projekt zur Prävention von sexuellem Missbrauch und sexualisierter
Gewalt, für Mädchen und Frauen mit Behinderung ein. Hier war ich in der
Vorbereitung und Durchführung von zwei mehrwöchigen Kursen beteiligt. Ein
Kurs war an jugendliche Mädchen mit Lernschwierigkeiten gerichtet und fand
in ihrer Schule statt, der andere Kurs, war an Frauen der Mainfränkischen
Werkstätten für Menschen mit Behinderung gerichtet. Eine Freundin von mir
ist WENDO- Trainerin und wir beendeten gemeinsam den Kurs, mit einem WENDO-
Wochenende, an dem alle Frauen ein Holzbrett mit der bloßen Hand
durchschlugen. Keiner sollte also Frauen mit Behinderung unterschätzen ;-)
Um die traurigen, schweren Seiten, sexueller Erfahrungen behinderter Mädchen
und Frauen nicht so alleine für sich stehen zu lassen, entschied ich mich,
noch ein weiteres Praktikum bei einer Sexualpädagogin im Blindeninstitut Würzburg
zu machen. Hier lag die Betonung mehr darauf, die Mädchen und Frauen
über Möglichkeiten aufzuklären, wie sie ihre Sexualität auf angenehme,
sinnliche und Lustvolle Weise entwickeln und ausleben können. Vor vier
Jahren zog ich dann nach München um und arbeitete für ein Jahr beim
VbA-Verbund behinderter Arbeitgeber. Danach erlaubte ich mir eine Auszeit.
Letzten Sommer hatte ich dann die Gelegenheit, ein Praktikum im Netzwerkbüro
zu machen und so ergab es sich, dass ich dieses, Jahr von 18. Februar bis
31. Dezember, im Rahmen eines Projektes, ein Buch im Auftrag der
Netzwerkfrauen schreiben darf. Näheres siehe unter Projekte.
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